SPM HD überwacht erfolgreich eine langsam laufende autogene Mühle im Bergwerk von Boliden

In einer autogenen Mühle in Garpenberg, Schweden, überwacht das Intellinova-Online-System den Zustand der Motoren und Getriebe mittels Schwingungsmessung in Kombination mit SPM HD.

Boliden ist ein Metallunternehmen, das Minen und Hütten in Schweden, Finnland, Norwegen und Irland betreibt. In der Mine Garpenberg wird komplexes Erz mit Zink, Kupfer, Blei, Gold und Silber gefördert. Zu den umfangreichen Expansionsplänen für das Bergwerk mit Investitionen in Höhe von 3,9 Mrd. SEK über einen Zeitraum von drei Jahren gehören auch Investitionen in leistungsfähige Zustandsüberwachungsanlagen für eine Reihe kritischer Anwendungen wie den Backenbrecher, den Hauptaufzug und die Konzentratormühle, um die geplante Produktionssteigerung sicherzustellen.

Die Mühlentrommel dreht sich mit 15,7 U/min, angetrieben von zwei frequenzgesteuerten Motoren auf gegenüberliegenden Seiten. Über ein zweistufiges Getriebe treibt ein Ritzelgetriebe die Trommel selbst an. Zur Überwachung der Mühle werden insgesamt zwanzig Stoßimpuls- und acht Schwingungsaufnehmer eingesetzt, die den Motor, das Getriebe und die Antriebswellen erfassen. An den Antriebswellen sind zwei Drehzahlfühler angebracht.

Im Zeitraum von Januar 2012 bis Oktober 2013 wurden zwei schwerwiegende Probleme rechtzeitig erkannt, bevor sie ernsthafte Folgen hatten. Der erste Vorfall war ein Lagerschaden in einem der beiden Getriebe. Das andere war ein loses Zahnrad (Taumelrad) in demselben Getriebe. Beide Probleme hätten zu schwerwiegenden Fehlfunktionen mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen führen können, wenn sie unentdeckt geblieben wären.

Die Kombination aus Schwingungs- und Stoßimpulsmessung ist für diese Art von Anwendung ideal. Die Stoßimpulstechnologie eignet sich sehr gut für die Erkennung von Lagerschäden in "lauten" Umgebungen wie den Getrieben in dieser Fallstudie. Die Schwingungstechnik ist optimal für niederfrequente Fehlerzustände wie Unwucht, lose Zahnräder und Ausrichtungsfehler.

Nach mehr als 21 Monaten Messungen zeigt das System eine sehr gute Leistung. Dank der Empfindlichkeit des Systems und der langen Vorwarnzeiten können Wartungsmaßnahmen weit im Voraus geplant werden, so dass man das Gefühl hat, die Kontrolle über diese unternehmenskritische Anwendung zu haben.

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